Campingmatten im Test: Bequem liegt nicht umsonst
Ein guter Schlaf ist beim Camping unerlässlich. Wir haben verschiedene Campingmatten getestet, um herauszufinden, wie viel Komfort man für sein Geld bekommt.
Wer schon mal im Freien übernachtet hat, weiß: Ein erholsamer Schlaf auf einem Campingplatz ist alles andere als selbstverständlich. Die Matratze ist dabei entscheidend. Es gibt eine schier endlose Auswahl an Campingmatten, die nicht nur im Hinblick auf Preis und Komfort variieren, sondern auch in puncto Gewicht und Packmaß. In diesem Test werfen wir einen Blick auf einige Modelle und beleuchten, wo der Unterschied zwischen einem schmerzenden Rücken und einer erholsamen Nacht liegt.
Zunächst einmal ist es faszinierend, wie viele Menschen sich beim Kauf einer Campingmatte nicht wirklich Gedanken über die eigene Bequemlichkeit machen. Nach dem Motto „Hauptsache billig“ greifen jene Kunden zu den günstigsten Varianten, vergessen jedoch, dass das Lagerleben nicht nur aus Grillen und den Sternen am Himmel besteht. Die Frage lautet: Wie viel sind wir bereit zu investieren, um den Unterschied zwischen einem schäbigen Zeltplatz und einer angenehmen Nachtruhe zu erfahren?
Ein gutes Beispiel für diesen typischen Dilemma ist die bei vielen beliebten „Schlafmatte für 20 Euro“. Nach einer Nacht darauf wird man schnell feststellen, dass auch die besten STERNEN nicht über den schmerzenden Rücken hinwegtrösten können. Man liegt mehr wie ein gefalteter Wäschekorb auf dem Boden als wie ein schlafender König. Da hilft oft nur noch das Zählen der Schafe – und das kann ja auch nicht die Lösung sein.
Die erste Matte, die wir getestet haben, war eine selbstaufblasbare Variante. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie ein ganz normales Kissen. Doch die wahre Magie entfaltet sich, wenn man den Ventil öffnet und die Matte sich wie von Zauberhand selbst aufbläst. Eine feine Sache für alle, die es eilig haben. Der Komfort ist nach einer kurzen Nacht auf dem harten Boden deutlich wahrnehmbar. Diese Art von Matratze ist zwar nicht die leichteste, aber die Investition lohnt sich tatsächlich. Man fragt sich, wo diese Art von Technologie beim Schlaf auf dem heimischen Sofa bleibt.
Ein weiteres Modell im Test war eine Luftmatratze, aber nicht die typische dünne, die wir aus der Kindheit kennen. Diese hier kommt mit einer integrierten Pumpe und hat eine erstaunliche Dicke, die quasi einen kleinen Luxus verspricht. Der Clou? Sie lässt sich im Handumdrehen aufblasen und bleibt während der Nacht durchaus stabil. Wer jedoch damit rechnet, das Teil wie ein Origami zusammenzufalten, wird enttäuscht sein. Hier zeigt sich, dass Qualität und Handhabung in einem direkten Verhältnis zueinander stehen.
Nicht zu vergessen sind die ultraleichten Matten für die Minimalisten unter den Campern. Diese kleinen Klötze haben einen fast todesmutigen Charakter. Sie sind so dünn, dass sich beim Liegen ein schmaler Grat zwischen Komfort und einer kleinen Tortur zeigt. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man schnell die Vorzüge sehen: leicht im Gepäck, aber sie verlangen auch vom Körper eine gewisse Anpassungsfähigkeit.
Was wäre ein Campingmatten-Test ohne ein wenig Humor über die eigenen Schlafgewohnheiten? Jeder kennt sie – die „schlafenden Drachen“ im Zelt. Diejenigen, die auf eine Seite rollen und gleich die Pole aus dem Zelt herausdrücken. Während man selbst auf seiner Matratze grinst und sich fragt: Wer ein Hochbett im Zelt hat, hat die besten Karten.
Letztlich ist die Qualität der Matten und der Preis untrennbar miteinander verknüpft. Wer also auf einen erholsamen Schlaf während des Campings Wert legt, sollte nicht an der falschen Stelle sparen. Entweder man entscheidet sich für eine der bequemeren Optionen oder man sollte sich darauf vorbereiten, mit verzweifeltem Zählen von Schafen die Nacht zu verbringen.
Mit all dem im Hinterkopf, sollte man bei der nächsten Campingreise daran denken, dass ein paar Euro mehr für die richtige Matte den Unterschied zwischen einer schmerzhaften Erfahrung und einem friedlichen Schlaf ausmachen kann. Schließlich sollte der Campingausflug nicht nur ein Abenteuer für die Sinne, sondern auch für den Geist sein.